Aiguille du Peigne (3.192 m) NW-Wand

»Nordpfeiler« VI+ (eKN VI+)

»Rébuffat« VIII– (eKN VII)

Die Aiguille du Peigne ist ein prominenter Gipfel ersten
Ranges und der Einstieg von der Mittelstation
der Midibahn leicht und bequem zu erreichen. Wenngleich
die Zivilisation nicht weit entfernt scheint, befindet
man sich plötzlich im Hochgebirge mit all den
dazugehörenden Begleiterscheinungen. Ein ausgeprägter
Orientierungssinn, der Umgang mit mobilen
Sicherungsgeräten und die Einschätzung möglicher
Wetterkapriolen sind unabdingbare Voraussetzungen
für die Besteigung eines solchen Berges. Noch dazu
gibt es auf die Peigne keinen wirklich einfachen Normalweg!
Während sich die Seilschaften am »Papillons-Grat«
wie an einer Perlenschnur aneinander reihen und
Chaos vorprogrammiert ist, sind wir über den wenig
frequentierten Nordpfeiler zugestiegen. Dieser bietet
schon für sich alleine herrliche, klassische Kletterei.
Den oberen – dem sportlich ambitionierten Kletterer
vorbehaltenen – Teil erreicht man leider nur mühsam über teils schrottiges Schrofengelände, was einen richtigen
Alpini jedoch nicht weiter irritieren sollte. Um den Einstieg der »Rébuffat« zu lokalisieren, ist ein guter
Instinkt nötig. Orientierungshilfen gibt es keine! Doch dann wartet ein geniales Risssystem darauf, den Kletterer
herauszufordern und vollständig zu plätten. An manchen Stellen reibt man sich verwundert die Augen, welch
hohes Kletterniveau Gaston Rébuffat damals schon hatte. Und das alles ohne die heute zur Verfügung stehenden
Sicherungsutensilien. Chapeau, Monsieur Rébuffat!

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