Piz Badile (3.308 m)

N-Kante V+ (V+ obl.)

Die Badile Nordkante zählt eindeutig zu den schönsten
und beliebtesten Gratklettereien der Alpen. Sie ist nicht
nur eine Modetour, sondern auch eine der ganz großen
Bergfahrten. Daher steht sie auf dem Wunschzettel
vieler Genusskletterer zu Recht ganz weit oben. 1997
wurden die Stände mit soliden Ringhaken saniert, was
bei dem Andrang auch sinnvoll war. Die Kletterei erfordert
selten Kraft. Vielmehr tänzelt man im unteren
Teil fast immer über herrlich griffi ge Platten, die den
ganzen Vormittag in der Sonne liegen. Der anschließende,
teils messerscharfe Grat leitet dann in luftiger
Kletterei zum Gipfel, der einfach nicht näher kommen
will … Zuletzt nimmt außerdem der Standplatzbau an
Felsköpfeln Zeit in Anspruch, da nach der 24. Seillänge
(Ausstieg der »Cassin«) die Standhaken enden.
Auch der Abstieg zum Rifugio Gianetti will noch bewältigt
werden, jedoch sind mittlerweile die Abseilstellen
mit Ringhaken ausgerüstet. Ein Abseilen über
die Kante können wir dagegen nicht empfehlen. Man
behindert nachkommende Seilschaften, muss sich auf
Wartezeiten einstellen und verpasst die schönen Touren
rund um das Rifugio Gianetti. Die Wanderung über
die Pässe Porcellizzo und Trubinasca ist ebenfalls ein
einmaliges Erlebnis in einer abgeschiedenen, wilden
Landschaft des Bergell, allerdings auch lang und anstrengend.

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