Tête Noire – 5ème Tour (ca. 2.800 m)

W-Wand »Moule à gaufres« VIII– (eKN VII–)

18 Jahre hat es gedauert, bis die beiden »Altmeister
« der Region ihre Route vollendet und als »etwas
schwieriger« als die »Vaille que Vaille« eingestuft hatten.
Dementsprechend bekamen wir die Route als
eine Plaisirtour mit obligatem VI. Grad angeboten. In
beiden Fällen hat sich wohl zwischenzeitlich in der
Wahrnehmung der Schwierigkeiten einiges geändert.
Denn bereits die ersten Meter sind etwas ruppig, und
in der zweiten Länge mussten wir unser gesamtes
Technikrepertoire für eine sportlich einwandfreie Begehung
auspacken. Noch kurz eine Schrofenseillänge
zum Vergessen, dann kommt die Belohnung auf nahezu
einwandfreiem, teils extrem rauen Fels.
Beim Abseilen sollte man aufpassen, um nicht das
Seil oder sogar sich selbst durch Steinschlag zu beschädigen.
Ist bereits eine Seilschaft in der Tour,
wird’s gefährlich! Wir haben die »Moule à gaufres« als
Alpinklassiker eingeordnet, weil man sich über alle
schweren Stellen drübernullen könnte und die ganze
Unternehmung etwas alpine Erfahrung voraussetzt.
Und wer weiß? Vielleicht wird die Tour ja in weiteren
18 Jahren etwas abgeklettert und taugt so wenigstens
als Ausweichziel, falls sich an den anderen Türmen zu
viele Seilschaften tummeln.

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