Tête d’Aval (2.600 m) SO-Pfeiler

»Ballet Rosse« VI+ (eKN VI+)

»La mémoire de l’eau« VIII (eKN VIII–)

Die »Ballet Rosse« ist ein Wahnsinnsplaisir mit bestmöglicher
Absicherung. Lediglich die Felsqualität der
ersten drei Seillängen lässt Wünsche offen. Aufgrund
der zu erwartenden Begehungsfrequenz dürfte sich
dies jedoch schnell zum Besseren wenden. Danach
wartet traumhaft griffiger Fels. Für eine Kletterfahrt in
den unteren Schwierigkeitsgraden ist die Wand sogar
unüblich steil. Schier unglaublich, dass dort noch so
eine homogene Linie gefunden werden konnte. Die eigentliche
Route beginnt auf einem Band in zweidrittel
Wandhöhe. Als »Zustieg« dorthin empfehlen wir die
ebenfalls athletische »Pilier Rouge Hebdo«. Alternativ
bietet sich sonst nur der »Wanderweg« über das
mit Fixseilen versicherte Band an. Mit entsprechenden
Vorstiegsreserven kommen auch die ersten drei
fantastischen Längen der »Mémoire de l’eau« in Betracht.
Dies war für uns die bisher beste und gleichzeitig
anspruchsvollste Route am Tête d’Aval. Ein Feuerwerk
rassigster Kletterstellen mit Rissen, kleinen
Überhängen und extrem rauem Fels im Mittelteil. Der
Ausstieg über den Wulst in die herrlichen Wasserrillen
der drittletzten Länge bleiben in Erinnerung. Vielleicht
entstand dort sogar der Name. Inzwischen fühlt sich
nach einem Felssturz leider einiges etwas instabil an.
Wer Fluchtgedanken hegt, ist mit einem 60m-Doppelseil
gut beraten. Die Schwierigkeitsgrade haben wir,
wie so oft bei älteren Klassikern, um bis zu zweidrittel
Grade angehoben.

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