Mur de Pisciadù (2.523 m)

N-Wand »Oro e carbone« VIII (VIII– obl.)

Oro e carbone – Gold und Kohle, oder frei übersetzt: gelber und schwarzer Fels. Obwohl der gelbe Fels in den Dolomiten oft nicht ganz so solide ist, trifft dies hier nur auf wenige kurze Passagen zu. Dennoch hätten wir aufgrund der Vielzahl positiver Kommentare über die Tour einen »Fünfsterner« erwartet. Die ersten drei Seillängen überzeugen durch steile bis überhängende und ausgesetzte Lochkletterei auf schwarzem Edelfels. Danach fordert eine unglücklich gesicherte Stelle einiges an Engagement vom Vorsteiger, der die Stelle durch Einhängen einer Schlinge für kleinere Nachsteiger entschärfen kann. In den folgenden Längen dominiert Loch­ und Leistenkletterei auf fantastischem »goldenen Fels«, die eine gute Ausdauer erfordert, vor allem, wenn es mit der Fußunterstützung etwas hapert. Nach einer Passage mit nicht ganz so solidem Gestein folgen zum Abschluss nochmal »Genusslängen«, allerdings nur, wenn auch hier noch genug Saft in den Armen ist. Insgesamt eine sehr elegante und ästhetische Tour für Sportkletterer, die auch Grundfertigkeiten im Umgang mit Friends besitzen, um dadurch weiter gesicherte Passagen zu verkürzen.

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