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Genießt die letzten Tage!

Es waren tolle Jahre, die wir genießen durften. Doch langsam aber sicher scheinen die Tage gezählt, an denen wir sorglos unser Leben genießen konnten. Die Ursachen, Gründe und Auswege möchte ich nachfolgend aufzeigen. Doch zunächst ein Rückblick in die Geschichtsbücher. 

Millenium

Wir schreiben die Jahrtausendwende. Deutschland ist wieder vereint und eine neue Währung haben wir auch. 

Heute, gut 20 Jahre danach, spüren wir, was Schröders Agenda 2020 und viele andere, bewusst getroffene politische Entscheidungen angerichtet haben. Immer wieder habe ich im Freundeskreis davor gewarnt. Social Media, wie wir es heute kennen, gab es noch nicht. Hätte es nur damals schon eine besser informierte Gesellschaft gegeben. Vieles wäre vielleicht anders gelaufen. Oder auch nicht... Haben wir gegen "big money", Politik und Industrie noch eine Chance? Wohl kaum! Wir können nur versuchen bestmöglich damit umzugehen.

Die Wiedervereinigung und der EURO

So wunderbar sie für unser Volk war, für Deutschland aber auch für die europäische Gesellschaft hatte sie einen hohen Preis.

Seitens der deutschen Politik waren umfangreiche internationale Zugeständnisse nötig, die unter "normalen" Voraussetzungen nie realisiert worden wären. So forderte zum Beispiel die "Eiserne Lady" M. Thatcher, die Zügel für das Börsencasino zu lockern. Es entstand der Megakapitalismus wie wir ihn heute kennen. 

Die Einführung des Euro war eine versteckte Währungsreform und Abkehr von der stabilen D-Mark. Exporte wurden nicht zuletzt dadurch erleichtert und verbilligt. Produkte Made in Germany, konnten nun endlich "verramscht" werden. Nicht zuletzt weil deutsche und europäische Arbeitnehmer genötigt wurden, für Hungerlöhne zu arbeiten.

In einem "vereinten" Europa können Unternehmen ihre Produktion verlagern, wo immer es die günstigsten Steuersätze und Löhne gibt. Internationale Konzerne zahlen in Irland keinen Cent Steuern und selbst die Steuerquote deutscher DAX-Konzerne liegt meist unter 7 %, wenn überhaupt Steuern gezahlt werden. 

Damit Deutschland "wettbewerbsfähig" bleiben konnte, mussten die Arbeitnehmer auf Linie gebracht werden. Sprich den Gürtel enger schnallen, damit sich andere auf unsere Kosten noch mehr die Taschen voll machen konnten. Arbeitsmarkt- und Rentenreformen waren die Folge. Mit Minijobs und Zeitarbeit wurden die Nachkriegsgewerkschaftsverträge endgültig ausgehebelt. Es ist wie ein Hohn, dass ausgerechnet ein "Sozialdemokrat" den Untergang der Arbeiterschicht einläutete. Und dieser den russischen Präsidenten als "lupenreinen Demokraten" bezeichnete. 

Politisches Engagement bedeutete nichts anderes als die Lizenz zum Geld drucken. Allerdings nur für die eigene Tasche und nicht zum Wohle des Deutschen Volkes, wie Volksvertreter es an Eides statt, mit ihrem Amtseid schwören. Sie sind die Lobbyisten einer mächtigen Industrie und lassen sich dafür gut bezahlen, während wir weiter verarmen und mit unseren Steuern Kurzarbeitergeld an hochprofitable Unternehmen weiterreichen. Oder einen Benzinscheck bekommen, den wir vorher selbst bezahlt haben. Wie dumm kann ein Volk nur sein?

Mit nur ein klein wenig politischer Bildung, Weitblick und Engagement hätten wir es zwar nicht ganz verhindern aber immerhin vielleicht einbremsen können. Zu spät! Dieses System lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Dafür bräuchte es entweder einen Krieg oder soziales Aufbegehren, was eigentlich kaum jemand wirklich möchte.

Zur Verdeutlichung

Vergleicht man den EUR z.B. mit dem Schweizer Franken, halbierte sich dieser seit seiner Einführung. Daran lässt sich gut erkennen, wieviel Kaufkraft wir verloren haben. Die Löhne und Gehälter hätten sich in dieser Zeit also verdoppeln müssen, um nur annähernd den Lebensstandard zu halten, wie ihn frühere Generationen hatten. 

Dazu noch die ultralockere Geldpolitik der EZB, um vor allem die irrsinnige Verschuldung der "(Süd)staaten" und Unternehmen zu finanzieren. Defacto eine Enteignung aller Sparer.

Die Reallöhne sind trotz geringer Lohnsteigerungen in diesem Zeitraum immer weiter gesunken. Die reale Inflation betrug jährlich zwischen 5-7 % und ist inzwischen weit über 10 % gestiegen. Energiekosten werden dabei gerne von den Währungshütern der EZB ausgeklammert! Warum? Weils sie anfangs um 10-20 % und inzwischen um über 100 % gestiegen sind. Das hört niemand gerne, denn es beunruhigt. Vor allem die Älteren unter uns, die wohl bald vor ihrer dritten Währungsreform stehen.

Früher wurde die Geldmenge "M3" turnusmäßig veröffentlicht. Längst wurde dies gestoppt.

Der Wert des Geldes ist nach Brettenwood eigentlich nur noch das Vertrauen in eine Volkswirtschaft. In god we trust!   

Einzige Möglichkeit sein Erspartes und hart erarbeitetes Geld zu retten, sind Sachwerte wie Immobilien und Unternehmensbeteiligungen, also zähneknirschend auch Aktien. Doch wer kann schon über eine halbe Million für ein Haus oder Grundstück locker machen? Nur um ein weiteres Beispiel anzuführen: Vor 20 Jahren konnte man noch für 200.000 EUR auf dem Land ein Haus inkl. Grundstück bauen. Inzwischen kletterte der Preis dafür auf astronomische 600.000 EUR. Allein in den letzten beiden Jahren stiegen bei uns die Preise für Immobilien um 30-50 %. Das ist keineswegs nur Spekulation, sondern spiegelt die Kaufkraft des Geldes wieder. Fragt mal eure Großeltern, wenn sie noch leben.

Dazu noch weit über 100 % Preissteigerung für Energie. Und schon stecken wir in einer beginnenden Hyperinflation.

Die Tage sind also gezählt!

Wer nichts vererbt bekommen hat, wird früher oder später verarmen. Denn von seinem Lohn, kann er gerade noch zur Arbeit fahren oder Lebensmittel kaufen. Für den Rest bleibt nichts mehr übrig. Und all das ist politisch gewollt und demokratisch legitimiert. Erst wählen und sich dann am Stammtisch darüber beschweren, statt auf die Barrikaden zu gehen. So ist Deutschland. 

Was können wir tun? 

Jungen Leuten kann ich nur raten, selbständig ihre eigenen Brötchen zu backen. Auf keinen Fall in die Rentenkasse einzahlen oder irgendwelche Versicherungen abschließen. Selbst ist der Mann und die Frau.

Schafft euch Freiräume und genießt eure Zeit. Es gibt keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mann muss es ganz klar und ehrlich so sagen und auch realisieren. Wir und insbesondere die nachfolgenden Jahrgänge sind verlorene Generationen.

Verreisen macht aufgrund der hohen KFZ-Kosten nur noch für längere Zeiträume Sinn. Es kostet mehr oder weniger das gleiche Geld für 4 Tage oder für 4 Monate zu verreisen, zumindest in einem mobilen "Zuhause". Ein Überwintern in Spanien spart sogar die kompletten Heiz- und Stromkosten. Und viele könnten vielleicht sogar von Unterwegs aus arbeiten. Neue Arbeitszeitmodelle muss man sich selbst schaffen. Darauf zu warten, dass der Weihnachtsmann persönlich vorbei kommt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. 

Wer noch etwas Geld übrig hat und dieses retten möchte, kauft sich ein Grundstück, sofern noch irgendwo eines zu ergattern ist. Wie sagte einmal ein Banker zu mir: "Eine bezahlte Immobilie ist die Grundlage jeden Reichtums". Wie recht er damals hatte.

Kletterer ziehen am besten direkt ins Klettergebiet. "Wochenendheimfahrten" mit über 200 km werden bald unbezahlbar. Auch das ist und war politisch so gewollt und wird durch die Krisen und Konflikte nur noch verstärkt. Reiche werden immer reicher und bekommen von uns allen noch eine fette Prämie für ihren Elektro-SUV, um damit ihre Ableger in die Schule nach Grünwald zu bringen. Und Arme werden immer ärmer. Dazwischen wird außer einer Spur der Verwüstung nicht viel bleiben. Wer denkt damit das Klima zu retten, der irrt gewaltig. Dazu bräuchte es ein grandioses weltweites, nachhaltiges Umdenken der Industrie, Politik und des Geldadels. Und das wird nicht passieren. Wir Deutschen retten die Welt nicht im Alleingang. Im Gegenteil: So lange die Musik spielt, wird weiter getanzt. 

Ausgeträumt

Es geht jetzt nicht mehr darum groß zu planen oder Träume zu haben. Jetzt zählt jeder Tag, den wir noch in Ruhe und Frieden auf diesem Planten verbringen können. In diesem Sinne! Erklärt mich gerne für verrückt. Oder "Merkelt" weiter so. Für meine Seite habe ich, nicht zuletzt mit ein wenig Glück, bis dato alles richtig gemacht und den richtigen Riecher gehabt, um mein Leben in eine für mich passende Richtung zu lenken. Hoffentlich gelingt euch das ebenfalls und viel Glück dabei.

 

Volker Roth

 

"Heute in zwanzig Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über Dinge, die du versäumt hast, als über die, die du getan hast. Also mach die Leinen los, verlass den sicheren Hafen, fang den Fahrtwind in Deinen Segeln".

"Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden."

"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt."

"Wer nicht weiß, wohin er will, der darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt."

Mark Twain

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Kommentare: 2
  • #1

    Geri (Freitag, 01 April 2022 17:44)

    Hallo Volker
    Keine Angst, so schlimm kommt es nicht. Die grosse Masse wird man immer bei Laune halten, sonst geht das Spiel der Profiteure auch nicht auf!

  • #2

    Admin Volker (Samstag, 02 April 2022 09:35)

    Hallo Geri, bisher war das so. Ob das in Zukunft auch so weitergeht? Prognosen sind ja bekanntermaßen schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Würdest du oder andere über 100 EUR für einen Kletterführer zahlen? Das ist zur Zeit in etwa die Summe, die nötig wäre um weiterhin profitabel zu Recherchearbeiten unterwegs sein zu können. Die KFZ-Kosten machen inzwischen über 60 % des Budgets aus. Der Rest teilt sich auch in Krankenversicherungsbeiträge, Lebensmittel und etwas No-name Ausrüstung zum günstigen Sonderpreis. Für mich sind es wohl bald die letzten Alpenklettertage. Die Inflation wird sich ganz sicher nicht mehr zurückdrehen lassen. Ganz im Gegenteil.

 

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