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Verhauer Sarcatal Mandrea “Oxygen” Entgegen den Führerangaben stecken (zumindest in der ersten Seillänge) Bastelbolts und einige Normalhaken - wir haben daher auf eine Begehung verzichtet. (Volker und Nicole) Mandrea “Andrea e Calo” Die Neutour direkt rechts der “Moana mon amour” ist u.E. um einen ganzen Grad unterbewertet, und die Hakenabstände sind nicht gerade im Plaisirbereich. Es kann nicht viel zusätzlich
abgesichert werden. Nur etwas für Plattenfans. (Volker und Nicole)
Parete del Monte Misone (Val Lomasone) “Makalundo” Diese Tour wurde zwar schon 1998 erstbegangen, hat aber zurecht nur wenige Wiederholungen gesehen. Der untere
Teil ist total versandet und vegetationsreich, der erste Haken ist nur für Riesen zu erreichen. Wir haben beim Anblick des Elends schnell das Weite gesucht. (Volker und Nicole)
Il Dain “Par Condicio” + “Impronte Digitali”
Absicherung teils an alten 8mm-Spit und Normalhaken, brüchiger Fels. (Volker und Nicole)
Vergeblich haben wir versucht, die Touren “Boomerang” am Monte Brento und “Via Sinfonia d´Autunno” am Croz dell´Altissimo
zu finden - leider erfolglos. Falls jemand diese Touren geklettert hat, würden wir uns über detaillierte Infos freuen! (siehe unten) (Volker und Nicole) Zusatz: Mittlerweile steht am Einstieg der “Boomerang” der Name in blau angeschrieben. (Alban Glaser) Hallo Nicole, Hallo Volker,
ich habe die “Boomerang”1988 mit meinem Bruder begangen, oder das, was man als diese Tour annehmen konnte. Zumindest zu dieser Zeit gab es praktisch keine
Begehungsspuren, nur vereinzelt geschlagene Haken von denen man nie genau wusste ob das jetzt Rückzughaken waren oder nicht. Den einen oder anderen Bohrhaken haben wir auch entdeckt, aber von sehr zweifelhafter Qualität. Wir haben
uns primär in Richtung der großen Dachzone entlang vorhandener Risse und der uns damals logisch erscheinenden Linie nach oben bewegt und sind nach 5 Seillängen umgekehrt. Beim 2. Anlauf haben wir uns auf „ Big-Wall“ eingestellt und
sind mit der entsprechenden Ausrüstung los. Der Fels war unglaublich rau, im vergleich zu den Sonnenplatten konnte man auch sehr steile Reibungspassagen absolvieren, es muß aber mit sehr langen Runouts gerechnet werden und man
sollte in der Lage sein, bei Verhauern Reibung auch wieder abklettern zu können. Die Linienführung ist sehr schwer abzuschätzenund noch schwerer zu überblicken, die einzigen Orientierungspunkte sind Risse und Erosionslinien und
diese enden oft in nicht bekletterbarem Gelände. Der typische, von unten gut sichtbare „ bumerangförmige“ Ausbruch oder Wandstufe, je nachdem, kann umgangen, oder im linken Drittel auch überklettert werden, ( Risse, Erosionslöcher,
Kanten, Leisten – viel rumprobieren) Oberhalb des Bomerangs gibt es eine kleine „ Vegetationsinsel“ mit einem unter Umständen derzeit bereits abgestorbenen Baum oder großen Busch, hier kann man zur Not einigermaßen Biwakieren. Es
empfiehlt sich dringend bei gutem Tageslicht am Ausstieg anzukommen, dieser ist ein steiler grasiger, mit lockeren Steinen durchsetzter Hang der nicht zu sichern ist und gefährlich. Vor allem ist es nicht ohne, den Wanderweg zu
finden, der einem zur Fahrstraße bringt. Also besser vorher hochfahren und den Weg zum oder vom Ausstieg kennzeichnen. Idealerweise deponiert man dort oben ein Auto oder zumindest Wasser, bis ins Tal können das gut und gerne 4
Wegstunden sein, nach dieser Wand nicht wirklich witzig, außerdem gibt’s kein Wasser.
Sehr schwierige Wegfindung, sehr lang, Minimum 22 Sl, können auch schnell mal mit allen Verhauern 10 mehr werden. Man sollte sich mit der
Vorstellung anfreunden einiges an Material in der Wand zu lassen, je nach Rückzugvarianten. Entspricht oder entsprach zumindest damals vom Charakter her einer alpinen Erstbegehung mit allem was dazugehört. Je nach Temperatur und
Schnelligkeit jede Menge Wasser(!) mitnehmen und ein Biwak einplanen, allein schon wegen dem miesen Ausstieg. Die Tour ist klettertechnisch nicht wirklich schwer V+, VI, kann aber, je nach Verhauer wesentlich kniffliger werden.
Wenn man das ganze genießen will, muß man zwingend einen wegkundigen Einheimischen auftreiben, der die Tour kennt, dann kann das großartig werden.
Keine Ahnung wie die Tour heute aussieht, aber es sollte mich wundern
wenn dort viel geklettert wird, allein schon wegen dem Zustieg. Und wem das noch nicht abenteuerlich genug ist der kann sich ja mal in den gelben Riesenausbruch direkt oberhalb der Sonnenplatten hängen, da gibt’s 2 Touren. Als wir
88 dort waren, war dort gerade eine italienische Seilschaft unterwegs, bzw zwei, eine in der Wand und eine unten , und die waren bereits seit 2 Wochen am Basteln und es waren nicht die Erstbegeher!
Falls ihr an Details über
die Boomerang interessiert seid, mein Bruder hat noch Notizen und ein paar mehr Aufzeichnungen und Detailinformationen.
Liebe Grüße
Manfred Seubert |