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Nach der Sanierung mit soliden Bohrhaken dürfte die „Icterus“ nun erstmals auch von nicht ganz so risikofreudigen Kletterern wiederholt
werden. Zuvor war dort nur ein handverlesenes Publikum anzutreffen, so dass der an sich gute Fels an vielen Stellen noch nicht sauber ausgeputzt ist. Somit ist besonders im mittleren Teil – in Verbindung mit den etwas
weiteren Hakenabständen – Achtsamkeit angebracht. An manchen Stellen wird man sich auch heute noch verwundert die Augen reiben, wie risikofreudig die Erstbegeher waren. Und vielleicht auch
geltungsbedürftig, denn das Ganze wurde krass unterbewertet! Während die Erstbegeher die Schlüsselpassage mittels Pendelquergang überlisteten, wollten die Sanierer dies auf moderne Art lösen und gaben dem
Freiklettergedanken den Vorzug – allerdings erzwangen sie dies mittels geschlagener und modellierter Griffe. Schade, denn der Pendelquergang hätte auch heute noch dieser Tour eine originellere Note gegeben als diese
„Kreativleistung“. Fazit: Wenn im Spätwinter oder Herbst nichts anderes geht, ist die „Icterus“ für alpine Sportkletterer eine gute Betätigungsmöglichkeit. Schwierigkeit: VIII (VIII- obl.) Kletterlänge:170 m, 3 Std. |