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Der „Sendero Luminoso“ ist eine rundum gelungene Route zwischen all den sonst eher zu vernachlässigenden
Klassikern am Castel dei Massodi. Die Namensgebung ist wohl auf die peruanische Volksbefreiungsorganisation zurückzuführen, oder aber eine Anspielung auf die bisher wenigen Bohrhakentouren in der Region, die zuweilen
ebenfalls hart umkämpft sind. Nach wie vor sind sie den Traditionalisten ein Dorn im Auge. Doch hier hat es sich gelohnt, Mut zu beweisen und ein Zeichen zu setzen. Denn sonst wäre diese Traumtour auf schwarzem,
griffigstem Edelfels wohl nie entstanden. Die Schwierigkeiten sind homogen und anhaltend, bei einer durchdachten Absicherung. Hier wird deutlich, dass die Erstbegeher – gesponsert von Vertical Sport in Arco – die Tour
nicht nur zum Selbstzweck sondern für Wiederholer eingerichtet haben. Der erste Versuch mit der „Camalot“ wurde einige Jahre zuvor nach der sechsten Seillänge abgebrochen, denn leider ist der obere Teil der Wand
brüchig. Somit erklärt sich auch, warum die modernen Touren nicht bis zum Gipfel gehen. Allerdings mit dem Vorteil, bequem per Abseilfahrt und ohne Gepäck zum Einstieg hinab zu schweben. |