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Voraussetzungen hierfür sind allerdings das selbstständige Zurechtfinden im hochalpinen Bereich und die Einschätzung der
damit verbundenen Risiken. Denn gerade in der Dauphiné nützen Mobiltelefone nur wenig! Rotbrauner, fester und griffiger Granit über Firnfeldern und Gletschern, darüber der blaue Himmel. Eine Bilderbuchlandschaft für
Alpinisten, für die nicht nur Schwierigkeitsgrade oder Modetouren zählen, sondern die auch die vielleicht schönste Herausforderung – Touren aus eigener Kraft zu meistern – annehmen möchten. Wo gibt es das noch? |
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Der Einstieg kann direkt in 3 Stunden von der Châtellerethütte oder über die
„Ballet sur une dalle rose“
erreicht werden. Beides hat Vor- und Nachteile: Ersteres erfordert eine größere Lauffreude, wobei der Einstieg noch über angenehm festen Firn erreicht wird. Klettert man über den Vorbau, verbessert sich zwar das Verhältnis von Kletter- zu Wandermetern, jedoch müssen die Schneehänge in der gleißenden Mittagssonne traversiert werden. Kein Vergnügen! Eventuell die „Ballet“ schon am Vortag klettern und die Rucksäcke deponieren.
Verlängerung möglich!
Aig. de la Gandolière „Gandonéon“ und/oder Pic Nord des Cavales „Le Diable au Corps“ Der Abstieg erfolgt über den wenig schwierigen Nordostgrat bis kurz vor den Col du Replat. Trittsicherheit im kombinierten Blockgelände ist dennoch unerlässlich. Hier
beginnen wir unseren Gletscherabstieg zum Refuge de la Selle. Der Glacier de la Selle hat zwar kaum Spalten, aber im rechten Teil lauert doch ein steiler Abbruch, den es zu umgehen gilt. Bei ausreichender Firnauflage
bietet dieser Abstieg keine nennenswerten Hindernisse. Der Gletscherkessel und die daraus aufragenden Wände der Pointe Dosia und des Râteau bieten sicher tolle Abstecher, falls sich das Wetter außerordentlich stabil
zeigen sollte. Die Abendsonne begleitet uns hinunter zum wunderschön gelegenen Refuge de la Selle, wo uns das Hüttenpersonal im Gegensatz zu anderen Hütten mit offenen Armen und leckerem Abendessen schon erwartet. Verlängerung möglich! Topos auf der Hütte. |
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Tag 4 Einziger
Wermutstropfen ist das ansonsten schöne und mittlerweile etwas renovierte Refuge du Soreiller mit seiner pseudofreundlichen Hüttenwirtin. Hier lautet leider die Devise: Ellbogen ausfahren und gnadenlos um das wenige
Essen kämpfen. Das Frühstück ist den Namen auch nicht wert. Wer eine Privathütte betreibt, viel Geld dafür kassiert, an 10 Cent für Pasta spart und trockenen Zwieback für Darmkranke serviert, muss sich wirklich
fragen lassen, ob er an diesem Platz richtig ist. Der Anblick hinauf zu den edlen Granitklettereien lässt all dies schnell vergessen. Egal, welche Route man wählt, es wird sicher die Krönung der gesamten Runde.
Natürlich kann je nach Wetter und Kondition eine Tour nach der anderen angehängt werden. Wir stellen vier Touren an der Aiguille Dibona (Madier, Visite, Coup, Savoyards) und eine an der
Aig. Orientale du Soreiller zur Auswahl. |
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