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Sanetsch – ein weithin bekanntes Klettergebiet, das fast im Alleingang von Yves und Claude Remy erschlossen
wurde. Die meisten der Touren sind klettertechnisch anspruchsvoll und fordern oft zum Nachdenken auf, wie nun eine Stelle angegangen oder gelöst wird. Mittlerweile haben die zwei unermüdlichen Brüder die meisten ihrer
Touren saniert und zusätzliche Haken platziert, so dass die Leere unter den Füßen etwas erträglicher wurde. Ausgesetzte und steile Kletterei an zerfressenem Fels sind aber nach wie vor das Markenzeichen dieses ruhig
gelegenen Gebietes. Nach der langen Anreise braucht man nur noch sein Auto abzustellen, sich einen der schönen Biwakplätze auszusuchen und los geht’s: |
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Als Einsteigertour bietet sich die „Follomi“ an. Obwohl der Fels erste Begehungsspuren zeigt, ist er noch erfreulich rau. Die
Kletterei wechselt zwischen kleingriffigen Platten, Rissen und Verschneidungen bis hin zu kleinen Überhängen. Bequeme Standplätze verleihen der Tour einen eher gemütlichen Charakter. In der „Douce Violence“ muss
schon mal kräftig angepackt werden. Eine gute Technik und Bewegungskoordination ermöglichen hier eine elegante Kletterei, wobei im unteren Teil schon mal „sanfte Gewalt“ nötig ist. Ob der Routenname „Les Zéros sont
fatigués“ („Die Nullen sind müde“) am Ende eines Klettertages entstand oder auf ein Älterwerden schließen lässt, bleibt Spekulation. Jedenfalls kann nach dem imposanten Ausstieg durchaus Müdigkeit aufkommen. Wer am
Abstieg noch Lust auf mehr hat, kann sich auf dem rauen Fels der „Pôle et Mique“ die Finger völlig durchklettern. Leider wartet am Ausstieg eine nicht ganz ungefährliche Passage mit Landefläche auf einem darunter
liegenden Band – Umgehungsvarianten oder Abseilen möglich. |
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Tolle Wasserrillenkletterei in der “Pôle et Mique”. |
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Schwierigkeit:
„Les Zéros sont fatigués“ VII- (VI- obl.) „Pôle et Mique“ VIII- (VIII- obl.) „Follomi“ VII+ (VII- obl.) „Douce Violence“ VIII- (VIII- obl.)
Kletterlänge:bis 275 m, bis 4 Std. |
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