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Die „Fessura Bonetti“ ist eine Tour für all diejenigen, die gerne selbstständig unterwegs sind und darin eine
Herausforderung sehen. Hier zeigt sich, wer der Sache wirklich gewachsen ist. Der obligate Schwierigkeitsgrad sollte gut beherrscht werden, denn es stecken nur wenig Haken von richtungsweisender Qualität. Die
Felsqualität dagegen ist gut, wenn auch die eine oder andere Stelle noch nicht ausgeputzt ist. Im Gegensatz dazu ist das „Colatoio Bonetti“ eine reine Genussache und fast noch schöner als sein berühmter
Nachbar an der Scalet delle Masenade, jedoch bei weitem noch nicht so frequentiert. Die ersten beiden Längen beginnen durchschnittlich, aber danach ist Jubeln angesagt, denn ab dem rabenschwarzen Wasserstreifen jagt ein
Henkel den nächsten. Nach der letzten 45-Meter-Länge sind wir etwas traurig auf das Band ausgestiegen, denn es hätte ruhig noch länger sein dürfen. |