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Wem die Hüttenaufstiege zu lang sind, für den gibt’s im Val di Mello immer noch die Ultraklassiker „Luna Nascente“, „Kundalini“ und
„Ozeano Irrazionale“. Diese Routen sind nahezu komplett selbst abzusichern, was entsprechende Erfahrung und eine stattliche Anzahl
Friends voraussetzt. Wer es niedriger und nervenschonender mag, findet unzählige Boulder am Wegesrand und in der Nähe des Baches, dessen glasklares Wasser im Sommer für die nötige Abkühlung sorgt. Das Tal
wird gerne mit dem Yosemite-Nationalpark verglichen. Durchaus zu Recht, denn die mehrtägigen Techno-Bigwalls stehen den großen amerikanischen Brüdern in nichts nach. Und auch hier gibt es Ice-Cream, Pizza, Burger und andere „fleischige Snacks“ sowie rustikale Übernachtungen im Ristorante Luna Nascente. Leider wurde das legendäre „Camp 4“ am Bach geschlossen. Wen wundert’s? Die Reichen und Schönen haben eben auch hier alles fest in der Hand und würden vermutlich gern auf den Touristenrummel verzichten. Denn vor allem im August herrscht hier großer Andrang, und der Zugang ins „Valley“ ist nur noch per Shuttle möglich – oder natürlich zu Fuß.
Vor allem zur Ferienzeit trifft man im südlichen Bergell immer wieder auf Hardcore-Läufer, die einen gehetzten Eindruck erwecken: Sie trainieren für den „Trofeo Kima“, der Ende August stattfindet und über
den gesamten Sentiero Roma führt. Bestzeit unter 7 Stunden, normalerweise eine schöne 3–5 Tages-Wanderung... |
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